Mit der Savage nach Aachen

Letzten Freitag, 29.07.2016, mal den Philipp in Aachen besucht – aber per Flugzeug!

Mit der Savage ging es um 19 Uhr von der Rheinermark alleine los. Wetter war etwas unbeständig, starker Gegendwind (>30km/h) und Böen in Bodennähe – die Schauer waren zum Glück vorrüber. Wegen des Windes kam einem der Hinflug wie eine Ewigkeit vor – man kam teilweise nur mit 100km/h über Grund vorwärts.

Von Ost nach West kurz vor dem Rhein, Blickrichtung Köln

Von Ost nach West kurz vor dem Rhein, Blickrichtung Düsseldorf

Andi’s Haus auf dem Hinflug über Solingen

Gegen 20:15 Uhr, kurz vor Sunset, dann schön weich auf Asphalt in Aachen-Merzebrück gelandet.

Den Flieger konnte ich beim Philipp in der Firma abstellen – es handelt sich, wie unschwer zu erkennen ist, um ein LTB 😉 …

Dann waren wir in Aachen, Bierchen trinken und vieeel plaudern. War ein toller Abend.

Rückflug dann am Samstag – erst noch ein Spaziergang über den Platz, dann gings los. Diesmal mit Rückenwind ;-).

Braunkohletagebau Hambach von Oben

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Ein volles Bordbuch

Pirna und bis zum Ende des Horizonts…

Zu viele Eindrücke aus Pirna und Tschechien, ich versuch es mal Rückblickend ein wenig aufzuarbeiten, und einzufachen, auch wenn es noch so viel mehr dazu gibt…

22.07.2016: Erstes selbst-geplantes und geflogenes Dreieck und letzter schöner Flug in Pirna, 150km Pirna – Usti – Klix – Pirna… einmal fast in 200m über GND aufm zweiten Schenkel fluchend (man, war ich sauer!) abgesoffen, um am Ende doch festzustellen, dass man einer der wenige Überlandflieger ist, die dann doch nicht Aussengelandet sind… 🙂

21.07.2016: Besuch in Prag mit Svea, Michael, Philipp, Christoph, Mario sowie den Hundis Mojito und Neele 🙂

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In Prag gab es sogar eine große Kirche:

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20.07.2016: Gestern den Flug des Jahres gehabt (jawohl!) einmal rund um die Kontrollzone Dresden mit der Libelle, 232km zusammen mit meinen Wingman Christian im Astir D-3888 … wooow! Geile Thermik, um 13uhr lcl aus der Winde gestartet, dann einen Bart nach dem andern gekurbelt… ging Super bis zur dritten Wende am Flugplatz Langhennersdorf… danach löste sich alles auf… eine Wolke stand noch am Horizont, nur noch 400m unter uns, scheisse nur ein Nullschieber, dann nochmal weiter getraut, bis über einen Stausee, alles auf eine Karte gesetzt, da kam der Bart, trotz Auflösung rundherum ging er mit 3m integriert zack nach oben wieder auf 1800 MSL. Ich los, Wingman war zu tief, egal…. Gleitpfad nach Pirna 51m Ankunftshöhe über Sicherheit (100m) …. es lupfte nochmal, ich rein, leichtes Steigen, nochmal 100m gemacht und dannn weiter… und da.. Elbe…. Seen, Flugplatz! mit 500 MSL in der Platzrunde angekommen, angemeldet, geile Landung auf der Motorbahn 12 mit schön 100 aufgesetzt, schwebe aus, Hauptrad rollt, Arsch noch oben, setze sie sanft auf, Klappen rein, sie rollt am zuvor gelandeten Discus 2b vorbei, Seitenruder links, rausrollen, sie kommt langsam zum stehen, legt die Fläche ab… was für ein Flug!!!

236km, Pirna – Klix – Schwarzeheide – Langhennersdorf – Pirna

19.07.2016: Philipp fliegt die Libelle 🙂

18.07.2016: Eigentlich nur rumgeiert, Gleitflug-Test aus dem Elbsandsteingebirge nach Pirna-Pratschwitz, einmal ganz nah am Turm!

Aussengelandete Ka 8, 4km vom Platz entfernt 😉

17.07.2016: Elbsandsteingebirge besichtigt und bewandert (und beklettert!!!!) mit Svea, Michael, Philipp, Christoph, Marc, Krümmel, Thea und den Hundis!

16.07.2016: 5 Stunden libelliert, erster Versuch um Dresden herum zu fliegen (Kontrollzone), aber im Erzgebirge fast abgesoffen, dann süd-östlich geblieben, war aber auch schön 🙂 … am Ende noch schöne Fotos in ruhiger Thermik geschossen…

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Festung Königsstein

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Recht mittig, links neben dem See der Flugplatz Pirna-Pratschwitz

Blick nach Westen über Dresden

*schmoll*!

Die Tasse sagt alles!

Regenschutz im Flugzeughänger…

…wärend die Libelle draußen warten musste 🙁

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… und danach war sie wieder komplett Nass…

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Ausgemusterte PZL-Wilga BT, die mich im Mai in Riesa sogar noch geschleppt hatte. Man beachte die Ölwanne, die ständig darunter liegt 😉

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Dortmunder Luftaufnahmen 

Ein paar Eindrücke aus Dortmund von Oben, gesammelt vom Flug mit André am 28.06.2016

Flughafen Dortmund:

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Germanwings-Maschine beim Lineup:

Kanal und Kohlenhafen:

Nordstadt, Schützenstaße, Speicherstraße:

Nordstadt:

Hauptbahnhof und Innenstadt:

Innenstadt-West, Westpark und man kann mein Haus sehen… 😉

Universität:

Hombruch:


Nach dem Fliegen: Bierchen und Putzen! 🙂

Zum Kaffee nach Soest

Hey!

Das letzte Wochenende hatte ich zwar wegen schlechtem Wetters und Küchendienst am Flugplatz (hey, erstes mal!) zusammen mit Philipp fliegertechnisch eher abgeschlossen… da aber am Sonntag nach gelungender Essenszubereitung für ca. 25 Personen und anschließender Küchenreinigung das Wetter doch noch aufbrach, haben wir uns spontan dazu entschlossen nach Soest zu fliegen, auf nen Kaffee!

Gordo mit dem Doppeldecker-Kiebiz D-MULJ, Matthias konnte ich dazu überreden mi mir in die Savage zu steigen, und Gonzo kam später noch mit der Z 601 hinterher.

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Die Rheinermärker UL-Flotte in Soest. Wetter war Top! Es wurde nur zwischenzeitlich unter ner Wolke mal etwas kalt. Die Landung in Soest so Lala… da muss ich nochmal üben ;).

Ein paar Oldtimer waren da…

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Nach dem Kaffee und ner Cola ging’s wieder zurück. Hier wieder ein schönes “vor dem Abflug” Bild in Soest. Ich hatte versucht, unsere beiden anderen Flieger im Hintergrund mit reinzubekomen, hat leider nicht so gut geklappt.

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Savage macht F-Schlepp… soon 🙂

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Okeh wa alles.

Dry Egg Geilomat

Liebe Freundinnen und Freunde der LSG Kesselsweier!

Macht euch frei, am besten jetzt gleich.

Wenn ich euch einen wichtigen Ratschlag für euer persönliches Wohlbefinden geben darf, dann diesen. Die langfristen Vorteile im Segelfliegen sind von Wissenschaftlern bewiesen worden. Der Rest meiner Ratschläge beruht auf meinen eigenen, persönlichen Erfahrungen.

Hier sind einige Tipps für jeden Einzelnen. Lass einfach mal Astir Astir sein. Hab Spaß an deinem Flugzeug. Benutz’ es, wann immer es geht. Mache gemischte Fliegerlager mit gemischten Hütten, zusammen duschen und allem pi-pa-po.

Los, geh voll aus dir raus. Kurbel. Im Grunde musst du nur deinem Vario treu bleiben. Wenn du das hingekriegt hast, verrat mir wie.

Gönn’ dir was. Kauf die bei Schleicher die 25 mit Motor. Die Schruppe fliegt mit.
Finde dich gut. Stell dich bei Fotos ganz nach vorne. Zieh dir die Gummiuniform an, und stell die Optik auf unendlich. So fällst du auf, wenn’s mal ein paar Schläge zu verteilen gibt.

In 20 Jahren wirst du auf diese Bilder zurückschauen und dich in einer Weise sehen, die dir unbegreiflich cool erscheint. Sei unbestechlich und standhaft. Kurbel nur die besten Bärte. Und überhaupt, trau keinen Steigwerten, die du nicht selbst erflogen hast. Ob 2 oder 3 Meter, egal. Das auskurbeln zählt. Schreib Liebesbriefe auf deine Banner, wenn du’s dir leisten kannst. Damit bist du ganz weit vorne.

Denk immer daran: Es gibt nichts Wichtigeres als Flugzeuge. Halt an deinen alten Flugzeugen fest. Pflege sie. Bemüh’ dich um immer Neue. So viele wie möglich. So wirkst du bei Aussenstehenden beliebter.

Sei weltoffen: Wenn dir Fritz’ Chili geschmeckt hat, lass’ einen fahren so dass du die Ka 8 bis nach Russland katapultierst. Sei Selbstbewusst: Lass die Wände wackeln. Das befreit und ist ein Lob für den Koch. Also, lasst Damp ab, Brothers und Sisters.

Benutze Colaflaschen als Flaschenöffner. Kein lästiges Abmühen und Gläser holen, das KöPi zieht dir die Falten aus dem Sack. Schenk der Schwuchtel ein Lächeln oder einen Zungenkuss. Das solltest du beim Windenfahrer erst nach dem Flug tun.

Geh aus dir raus: Tanz den Thermiktanz und ruf laut “Schruppen auf den Tisch” oder “Ausziehn, Ausziehn!”. Fühl dich sexy dabei, Motherfucker. Zieh deine Hose jetzt sofort wieder an. Mach die Nacht zum Tag. Kümmer dich um den Flieger deines Nachbarn – er hat Wochenenddienst.

Geilomat!

Mach dir keine Sorgen. Alles ist gut. Du bist gut. Du bist das Zentrum deines eigenen Bartes. Aber halt den Knüppel flach! Versuch nicht, die McCready-Theorie zu erklären, wenn du selbst keine Ahnung davon hast.

Bleib sauber. Mücken und andere Viecher auf der Fläche turnen echt ab.

Denk immer daran: Winglets sind nicht an jedem Flugzeug schön. Und wenn du damit mal hängen bleibst, kracht der Holm zum letzten mal. Lass dir keine einzelne Fläche andrehen. Kauf immer zwei, die möglichst gut zueinander passen. Rasier das Gestrüpp vom Startplatz, damit du weist was kommt. Aber lass dir mal’n paar Brennesseln und Disteln stehen, damit du weist, was ich meine, wenn von einem fetten Strauß die Rede ist.

Hau mal so richtig auf die Kacke, mit allen Schikanen. Sei kein Mönch. Das Leben ist zu kurz für Abstinenz. Wenn du schon morgens im Kreis fliegst, nimm einfach ein paar Doppelkorn, nur guck nicht zu tief in die Flasche.

Respektier das Alter. Flieg Senioren einfach nach Hause, und gib richtig Lack dabei. Flieg oben drüber. Lass ordentlich Außenlander auf der Strecke, und nimm die Wendepunkte schnittig. Das imponiert und vermittelt eine flotte Lebenseinstellung.

Das Leben ist schön – und fliegen auch!

Savage, Savage…

Ich hatte vor einigen Wochen einen Traum. Es war kein sehr schöner Traum, weil ich in dem Traum eine Uhr sah, die viel zu schnell lief. Eine Minute dauerte nur wenige Sekunden. Nachdem ich aufgewacht war, hab ich versucht es zu deuten.

Komisch. Ich hatte sowieso in den letzten Jahren mehr das Gefühl, das die Zeit nur noch rennt… kaum war der Sommer da, war er schon wieder zu Ende. Doch das ist im Moment irgendwie anders. Wir haben jetzt doch erst gerade Mitte Juni, und es kommt mir so vor als ob der ganze Sommer noch vor uns liegt – und doch so viel erlebt… bin deutlich mehr geflogen als die letzten Jahre um diese Zeit, war in Riesa, fange langsam mal an wieder etwas mehr Positives im Leben zu sehen. Das hat auch verschiedenen Gründe.

Mit einem Gefühl wie diesen Sonntag würde ich gerne öfters aus einem Wochenende kommen. Ich hatte bisher noch gar nicht so richtig die Zeit und die Lust, das alles zu sammeln, aber versuche es nun mal.

Freitag war ich aufm Ruhrflair in Schwerte, bei Tony Gorilla und den Fitches. Habe nach Langem auch mal wieder Svenja getroffen, die letztes Jahr leider psychisch auch ziemlich gelitten hat. Ihr gehts aber wieder deutlich besser, und sie sieht auch wieder fit und gesund aus, so wie man sie halt kennt.

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Dieser Kollege hier aus dem Film “Bang Boom Bang”, hat das ganze dann noch moderiert: Willy Tomczyk

Wo kommt der Geldschrank her?

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Von Freitag auf Samstag dann am Flugplatz übernachtet, und Mittags weiter Einweisung mit der Turbo Savage geflogen… diesmal nur ein “Überprüfungsstart”, und Thomas meinte “Ja Max, willste alleine?” … und ich “Na klar!”. Wetter fürs Segelfliegen war dieses Wochenende sowieso nicht so wirklich.

Mein größtes Problem bei dem Flieger war dabei bei den Einweisungsflügen immer das Ground Handling: Durch das Spornrad hinten muss man dem Flieger ständig klar machen, wo man genau hin will. Das klappt dann mit ein bisschen Übung auch richtig gut…aber die Übung fehlte mir zu Anfang.

Seit diesem Wochenende ist klar: Die Turbo Savage Cruiser von ZLIN Aviation hat’s mir irgendwie voll angetan… ein echtes Buschflugzeug! Sie ist der Nachbau einer Piper PA-18, hat dicke Reifen, macht gemütlichen Langsamflug, STOL-Eigenschaften (50m Startstrecke und Einsitzig reicht aus), Rotax 914 F mit 115 PS Leistung, Holz-Zweiblatt-Propeller… seit diesem Wochenende hab ich mich auf die Karre absolut eingeschossen – das ist echt “mein” Motorflieger!

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Heißes Teil! Nach drei Alleinflügen am Samstag erstmal eingepackt und noch was anderes gemacht… aber dazu komm’ ich später in einem anderen Beitrag – jetzt gehts erstmal nur um die Erlebnisse mit der Savage!

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Sonntag ging’s dann weiter. Hab sie mir trotz durchwachsenem Wetter aus der Halle geholt, gecheckt und mal ne kleine Tour gemacht: Eine Landung auf der Rheinermark, Piste 25, dann ab nach Hengsen, die Post aus  meiner alten Tätigkeit, die sich wieder so angesammelt hatte rüberfliegen. Natürlich wurde ich da etwas doof angeguckt, aber das wundert mich auch nicht mehr. Hat Spaß gemacht! Danach noch eine größere Runde, einmal bis zum Hegenscheid und Werdohl, dann nach Schwerte-Westhofen und zurück.

Nach der Landung war Maggi am Platz. Er Fragte mich, nachdem er sah das ich mit der Savage rumfliege, ob wir nicht nach Bergneustadt zum Flugplatzfest fliegen sollten, ca. 50km Luftlinie. Ich war von der Idee schon sehr angetan, zumal ich das schon nen Tag vorher wusste aber mich nicht so recht traute. Dann doch den entschluss gefasst: Jau, lass uns das machen!

Gesagt getan: 20 Liter Sprit getankt, AIP-Anflugkarte und ICAO-Karte geholt, nochmal Wetter gecheckt… es sah jetzt nicht soo gut aus, aber fliegbar. Maggi musste noch seine Frau davon überzeugen, die da nicht so begeistert drüber war. Und naja, er merkte auch meine Anspannung etwas.

Was solls, um 15 Uhr local sagte ich: Komm, wir hocken uns jetzt rein. Können ja immernoch umkehren. Wir dann rein, gestartet bei leichten Nieselregen… und hui, ab nach Bergneustadt. Wolkenuntergrenze bei 3000ft war natürlich nicht so toll, man sah kaum was, ab und zu nen leichter Schauer… und dann doch gefunden. Ich melde mich da, an, jau Piste 22, alles klar. Piddy hatte mich schon vorgewarnt: Pass auf, der Flugplatz hat nen üblen Knick in der Mitte, erst abfallendes, dann stark ansteigendes Gelände… bin da vorher noch nie gelandet, und hab ich dann auch gesehen, aber da war’s schon zu spät, wir waren im Endteil, Piste 22… Anflug über die Autobahn A45, Klappenstellung 1, etwas Schleppgas über den Bäumen, dann Gas raus, ausschweben lassen, aufgesetzt, *hoppla* sie sprang nochmal kurz weg, dann wieder aufgesetzt, Flugzeug in der Bahn gehalten: Alles gut!

Mir wurde dann erst beim Rollen zur Parkposition klar, das ich bei der Landung um 15:33 local, Bergneustadt / Auf dem Dümpel, locker 400 Zuschauer hatte, die da auf dem Flugplatzfest mit Kunstflugstaffeln und Flugshows das Treiben beobachteten! (auf den Fotos bei dem Zeitungsartikel sieht man sogar die weiße Savage einige male im Hintergrund stehen ;))

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Oben: Maggi und ich, kurz vorm Rückflug

Unten: Naaa, wo ist sie Savage? ;-D

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Vor Ort erstmal eine Cola getrunken und nen Süppchen geschaufelt… lecker! Da waren auch noch Thomas, Jörg und Marcel mit dem Auto, Marco und seine Freundin waren vorher mit der “echten” Piper PA-18 hingeflogen.

War aber – muss ich gestehen – ziemlich aufgeregt: Erster Streckenflug mit der Karre, unbeständiges Wetter, hoffen das alles klappt und man keinen Fehler macht vor all den Leuten und den Kunstflugpiloten usw… aber irgendwie auch mega cool! Nach zwei Flugshows, u.a. von den Red Devils ging es dann um 16:40 local wieder zurück: Das Regenradar sagte nichts Gutes. Schnell die Savage aus der Parkposition gezogen, rein, Startcheck, Motor sprang sofort an… mussten dann noch warten bis die Kunstflugstaffel gelandet war. Dann über die Piste gerollt, kurz Magnetcheck gemacht: Alles klar, “Delta Mike Romeo Mike Kilo geht in die Bahn und startet”… reingedreht, Vollgas, abgehoben…

Der nachfolgende Flug war ein wirklich einschneidendes, endlos geiles Erlebnis mit ein bisschen Nervenkitzel. Fotos gibts natürlich keine, denn da hat man besseres zu tun. Sind dann erstmal in nen etwas dickeren Schauer geflogen… hab mich bei Bergneustadt abgemeldet und die wünschten uns einen guten Heimflug und bedankten sich für den Besuch.

Marco war kurz hinter uns gestartet, er nach Osten, wir nach Westen, versucht den Schauer zu umfliegen. Naja Maggi und mir war das nicht so ganz geheuer, aber zum Glück waren wir dann recht  schnell wieder raus. Bei schlechter Sicht (weniger als 10km) ging es dann schnell Richtung Norden – immer mit dem schlechten Gefühl, dass die nächste dunkle Wolke auch ein Gewitter oder Hagel sein könnte (was gar nicht soo abwägig war – Marcel erzählt, 10min nachdem wir gestartet waren hätte es wirklich auf dem Dümpel gehagelt… ich wills lieber gar nicht wissen).

Marco holte uns dann mit der Piper ein und wir haben ein wenig Formationsflug gemacht – war auch mal sehr interessant. Östlich von Altena-Hegenscheid wurde es dann nochmal richtig interessant: Tiefhängende Wolken, direkt vor uns. Drüberfliegen: Nicht möglich! Drunter herfliegen die einzige Option… dann runter auf 1300ft, durch Täler und an Bergkuppen vorbei, unter uns kam langsam Iserlohn zum vorschein… ich wusste trotzdem nicht genau wo ich war… keine Müllverbrennung, kein Seilersee…okay, es war dann doch schon Hemer. Weiter westlich sah das Wetter noch schlimmer aus. Wirklich schlechte Sicht. Flugplatz Sümmern wurde langsam erkennbar… jetzt wusste ich wieder genau wo wir sind… die Piper war inzwischen auch im Landeanflug… wir dann schön in den Queranflug, Endanflug… aufgesetzt… wir haben’s geschafft! Maggi sagte noch “Super Landung”… 😀 ich war nur erleichtert.

imagePiper und Savage wieder wohlbehalten am Heimatflugplatz! (Hier sieht man auch sehr schön die Ähnlichkeiten!)

Das war wirklich ein Abenteuer: Maggi und ich überglücklich und richtig zufrieden. Fazit: Ich kann auch mal brenzligere Siutationen meistern. Ich kann auch mal richtige Entscheidungen treffen. Kurzum: Ich kann fliegen! Und das Bier nach dem Einräumen und Waschen der Savage schmeckte vorzüglich…

Wow – Was für ein Wochenende!!